Esperanza Verde e.V.

Verein zum Schutze des Regenwaldes in Ecuador

Die Aktivitäten und Spenden von Esperanza Verde sind im Jahre 2006 in das Wiederaufforstungsprojekt des "Centro de Educación Ambiental CEA Lisan Yacu" übergegangen.
Wir danken allen Spendern und Helfern für Ihren Einsatz!

Kontakt

Unser Engagement im Regenwald

Wo engagiert sich Esperanza Verde: Das Projekt wird im Tieflandregenwald Ecuadors realisiert. Dort, in der Provinz Napo, hat esperanza verde 32,4ha Land gekauft, eine Fläche von fast 65 Fußballfeldern. Dies entspricht in etwa der Regenwaldfläche, die in jeder Minute vernichtet wird. Unser Motto - Win one minute: Denn unser Konzept verhindert die Rodung weiterer Regenwaldfläche. Unsere Motivation: Die Ausbeutung der Primärregenwälder und ihrer Rohstoffe durch multinationale Holz- und Erdölfirmen, die extensive Weidewirtschaft der Rinderzüchter und die herkömmliche Bewirtschaftung auf brandgerodeten Böden sowie eine stetig steigende Bevölkerung haben eine zunehmende Vereinnahmung unberührter Natur zur Folge.

Insbesondere die der Brandrodung folgende schnelle Auslaugung der tropischen Böden zerstört den Regenwald und gefährdet die Lebensgrundlage der ecuadorianischen Tieflandbewohner. Dauerhafte Nutzung des Bodens -Wiedergewinnung bereits unfruchtbarer Fläche: esperanza verde will als einer von vielen Kleinbauern und zusammen mit den Dorfgemeinschaften der Tiefland-Quichua und den aus dem Hochland stammenden colonos den Regenwald schützen. Durch eine ökologisch orientierte Agroforstbewirtschaftung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung wird der Auslaugung der tropischen Böden vorgebeugt, die Fruchtbarkeit der Anbauflächen gesteigert und der andauernden Rodung der Regenwälder entgegengewirkt.

Der Aufbau einer Kooperative zusammen mit den im Umkreis von esperanza verde lebenden Familien trägt dazu bei, den Eigenverbrauch an Lebensmitteln zu sichern und schafft darüber hinaus Möglichkeiten einer effektiveren und direkteren FAIRmarktung verschiedenster Agrarprodukte und traditioneller Handwerksartikel. Mehrerlöse, welche aus dieser direkten Art der Vermarktung stammen, werden dazu beitragen, die ökologischen Rahmenbedingungen und sozio-ökonomischen Lebensverhältnisse der Menschen zu verbessern. Unser Konzept in der Praxis: Um Kaffee- und Kakaopflanzungen vor Wind und Sonne zu schützen, ist es notwendig, sie in einem ökologischen Agroforstsystem unter größeren Bäumen anzupflanzen, deren Kronen die Funktion eines Sonnenschirmes übernehmen.

Leguminosen, sog. Bodenverbesserer, dienen zusätzlich dazu, den Nährstoffkreislauf des Bodens dauerhaft ergiebig zu machen. Außerdem kann bereits unfruchtbarer Boden wieder fruchtbar gemacht werden. Der Inga-Baum ist eine solche Leguminose und erweist sich für ein nachhaltiges Agroforstsystem als ideal. Dahinter stehen Forschungsergebnisse aus jahrelanger Arbeit der in der Nachbarschaft angesiedelten Forschungsstation "Jatun Sacha". Wir möchten diesen systematischen Anbau, insbesondere von Kaffee und Kakao, in Verbindung mit dem Inga-Baum in die Tat umsetzen. Bei unserem letzten Besuch in Ecuador ist es uns gelungen, die Zusage von etwa 50 Bauern und deren Familien zu erhalten, die bereit sind, mit uns in einer Kooperative, einer Organisation unabhängiger Kleinbauern, zusammenzuarbeiten, um gemeinsam Produkte aus ökologischem Anbau fair gehandelt zu verkaufen.